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BAUWEISEN UND VERFAHREN
TECHNISCHE DETAILS

Konventionelle Bauweise

Der Aufbau konventioneller Surfboards entspricht im groben einem bestimmten Schema: Wie die Abbildung zeigt, bildet bei konventionellen Serienboards in der Regel ein EPS-Blank (Styropor) den Kern des Boards. Dieser wird von einer Sandwichstruktur ummantelt. Die Sandwichschicht besteht üblicherweise aus zwei FVK-Schichten (GFK, CFK, AFK etc.) und einem Sandwichkern (PVC-Schaum, Waben, Holzfurnier). Bereiche kritischer Belastung werden je nach Hersteller durch zusätzliche Patches verstärkt. Die einzelnen Lagen des Surboards und die Verstärkungspatches werden dabei im Handlaminierverfahren in einzelnen Schritten auf dem Board appliziert.

Hohlbauweise

Bisher ist die Anwendung des Verfahrens „Vakuuminfusion“ zur Fertigung von Windsurfboards nicht ohne Weiteres möglich, da sich der Styroporkern ohne vorherige Versiegelung mit Harz vollsaugen und so eine erhebliche Gewichtszunahme resultieren würde. Durch die Hohlbauweise können alles Schichten des gewünschten Lagenaufbaus in eine Form eingelegt und dann mittels Vakuuminfusion in einem einzigen Fertigungsschritt getränkt werden. So könnte die Fertigungskette der Boards deutlich verkürzt werden. Dies führt zu Kosteneinsparungen.

Des Weiteren macht der Blank ca. 26% der gesamten CO2 Emmissionen aus, die bei der Herstellung der Boards freigesetzt werden. Eine Wegrationalisierung des Kernmaterials ist daher sowohl auf ökonomischer wie auch auf ökologischer Ebene Erstrebenswert.

Aus der Hohlbauweise ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit, das Innenleben der Boards nach Belieben des Konstrukteurs zu gestalten. Bisher war das Innenleben der Boards durch den Kern vorgegeben. Es konnten lediglich Verstärkungspatches um den Kern herum appliziert werden. Nun können wir im Inneren der Boards lastpfadgerechte Verstärkungsstrukturen wie Spanten und Stringer anbringen. Während die früher verwendeten Patches nur 2-dimensional auf einer Fläche aufgebracht werden konnten, ist es mit Hilfe der Spanten und Stringer möglich, die Deckschicht des Boards lokal aufzudicken und so an den gewünschten Stellen das Flächenträgheitsmoment und damit die Steifigkeit zu erhöhen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, im Sinne des klassischen Leichtbaus nur dort Material in das Board einzubringen, wo es benötigt wird.

Der Schematische Aufbau der Hohlbauweise ist in folgendem Bild dargestellt: